Was ist eigentlich Supraleitung?

Supraleiter verlieren unterhalb einer bestimmten Temperatur, der sogenannten Sprungtemperatur, schlagartig ihren elektrischen Widerstand. Dieses Phänomen entdeckte der Physiker Heike Kamerlingh Onnes 1911 während seiner Forschungen zur Verflüssigung von Helium zuerst bei Quecksilber. Auch andere Metalle und metallische Verbindungen entwickeln bei sehr tiefen Temperaturen supraleitende Eigenschaften.

Die Sprungtemperatur von metallischen Supraleitern lassen sich nur durch eine aufwändige Kühlung mit flüssigem Helium erreichen. Der Einsatz der Technologie beschränkt sich deshalb auf Forschung und der Medizin. 1986 entdeckten Alexander Müller und Georg Bednorz Materialien, die bei weniger tiefen Temperaturen ihren elektrischen Widerstand verlieren. Diese sogenannten Hochtemperatursupraleiter können kostengünstig mit flüssigem Stickstoff auf Betriebstemperatur gebracht werden. Diese Entdeckung öffnete die Möglichkeit, Supraleiter auch industriell zu nutzen.